Kommunikation ist…
Kooperatives Konfliktmanagement
Basiskompetenz
 
Im Prinzip gelten dieselben Grundsatzbewertungen wie für die Übertragung kooperativer Grundeinstellungen auf die Personalführung. Eine Kategorie des Basissystems wird jedoch ausgetauscht. Da das Ziel „Konfliktbeseitigung“ oder zumindest „Neutralitätsverhalten“ klar ist, wird hier auch deutlich die sonst nicht vorgesehene Kategorie „Lösungsvorgabe“ eingeführt.
Dieses scheinbare Verlassen des prinzipiellen Miteinanders begründet sich dadurch, dass es vor allem in persönlichen Konflikten oder solchen, bei denen vorgeblich über eine Sache gestritten wird, es in Wirklichkeit jedoch häufiger um höchst persönliche Animositäten zwischen MitarbeiterInnen geht. Dann entsteht die Notwendigkeit, sich zunächst diesem wahren Streitgrund zu widmen. Erst wenn der persönliche Grund für eine Verfeindung geklärt ist, kann man sich nämlich dem Sachproblem widmen.
Wenn nun keine Bereitschaft zur Konfliktbearbeitung bei den Kontrahenten erkennbar ist, wird vom Konfliktmanager eine Lösung im Sinne eines angekündigten Machtwortes präsentiert. Anschließend wird sich zeigen, ob die Gegner dadurch zum beiderseitigen Entgegenkommen bereit sind oder, ob einem oder beiden die Auseinandersetzung wichtiger ist.
Davon ist dann wiederum das weitere Vorgehen abhängig. Kommt es nicht zu einer Verständigung, dann hatten die Beteiligten zumindest eine Chance und haben sie vergeben. Oft jedoch rüttelt eine Lösungsvorgabe so auf, dass eine Einigung erzielt wird.

Grundsätzlich gilt für alle Konflikte: Gemeinsam erarbeitete Kompromisse werden eher befolgt als Diktate. Sie halten eher. Rein ökonomisch bedeuten sie langfristig weniger Arbeit, machen sich so trotz bzw. gerade wegen der vorhergehenden, allerdings qualifizierten Mehrarbeit in nahezu allen Fällen bezahlt. Ganz zu schweigen von ggf. vermiedenen Abfindungen für ausscheidende oder entlassene bzw. dem Leistungserhalt qualifizierter Mitarbeiter- Innen.

In Firmen eingesetzt, von leitenden Persönlichkeiten prägend genutzt und in der Personalauslese bereits berücksichtigt könnte sich hier eine Streit(schlichtungs)kultur nach dem bekannten Motto „Streiten verbindet, wenn man es denn beherrscht“ als Element einer Unternehmenskultur entwickeln.


Wenn Sie bei sich oder bei leitenden MitarbeiterInnen Kompetenzen zur internen konstruktiven Bewältigung von Konflikten und Meinungsverschiedenheiten aufbauen wollen...


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