Kommunikation ist…
Kooperative nicht-direktive Kommunikationstechniken
Basiskompetenz
 
Kooperativ oder non-direktiv bedeutet, dass der Gesprächsführende Techniken benutzt, die einerseits die anderen und deren Meinungen umfassend zu Wort kommen lässt und auf deren Rückmeldungen flexibel eingeht. Andererseits greift er jedoch auch lenkend in das Geschehen. Mitteilungen anderer werden präzisiert oder durch einführende und abgestimmte Zielabsprachen sowie eine klare Zeitplanung -in größeren Gruppen auch einen „Zeitwächter“- strukturiert und gezielt zu einem Ergebnis gebracht.

Für einfachere Prozesse liegt ein System mit acht Kommunikationsklassen in zwei übergeordneten Feldern vor. In einer einführenden Ausbildung werden die elementaren Kategorien gemeinsam erarbeitet, so dass hier bereits eine langsame Einführung in die Gedankenwelt nicht-direktiven Vorgehens beginnt. Nach dieser Einführung werden die Kategorien durch verschiedene Anwendungsbeispiele aus dem Alltag der Teilnehmer näher geklärt. Die besondere Form der Einarbeitung enthält bereits alle Kommunikationsklassen. Es dokumentiert sich also schon mit der Einarbeitung deren praktische Nutzanwendung und somit die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Verfahrens.

Die Schwierigkeit liegt allerdings nicht so sehr auf der rationalen Akzeptanz des benutzten Kategoriensystems sondern vielmehr in dessen Umsetzung. Geprägt durch alltägliche andere Verfahrensmuster fällt die Anwendung schwer. Sowohl durch die prägende Form der Wissensvermittlung als auch die beispielhafte Bearbeitung realer Fälle der TeilnehmerInnen oder Eigenübungen im kleinen Kreis wird die nicht-direktive Gesprächsführung langsam aufgebaut.

Entsprechend der grundlegenden Einstellung wird nicht ein einheitliches Muster für alle vorgegeben. Vielmehr wird im Rahmen der eigenen Stärken und Schwächen nach Realisierungsformen für jeden Einzelnen gesucht. Mithin kann das Basiskonzept für den Einzelnen zu sehr unterschiedlichen Nutzungsformen führen. Auch dies stellt eine systembedingte Besonderheit nicht-direktiver Einstellungen dar: konkret und individuell ohne Bewertung. Gut oder schlecht gibt es nicht. Es stellt sich vielmehr die Frage: In welcher Form nimmt der einzelne Teilnehmer das Grundkonzept mit nach Hause bzw. mit in seinen Beruf?


Wenn Sie für sich, spezielle MitarbeiterInnen oder die komplette Firma/ein Unternehmen eine nicht-direktive Kommunikations-Ausbildung wünschen...


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